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Es gibt wohl kaum ein Fleischprodukt, das so vielseitig und schmackhaft zubereitet werden kann, wie das Wild. Gerade Luxemburg bietet im Wildbereich ein reichhaltiges Angebot, daher gibt es auch rund ums Wild eine Vielzahl an Rezepten. Der Durchschnittskonsument bzw. allgemeine Wildgenießer ist vor allem im Herbst zum Wildgenuss bereit. In der Gastronomie hat sich daher vor allem der Herbst zur Wild-Schwerpunktsaison entwickelt. Der Inhaber des Hotel du Moulin, Herr Charles KREMER, ist selbst ein passionnierter Jäger. Sein Revier, das er mit seinem Jagdfreund Raymond JUNKER bejagd liegt direkt am Hotel. Von hier startet er seine regelmässigen morgendlichen Pirschgänge. Zweimal im Jahr organisiert er mit Jägern aus der Umgebung und aus dem Freundeskreis eine Treibjagd. Erlegt werden hauptsächlich Rehe, Wildschweine, Hasen und Fasane. Aber auch Füchse, Wildkaninchen, Rebhühner und sogar Rotwild können zur Strecke kommen. Bei seinen morgendlichen Pirschgängen in den steilen Abhängen rund um die mittelalterliche Burg Burscheid, ist es die naturbelassene Umgebung die ihm immer wieder neue Ideen zur Zubereitung dieser kostbaren Leckerbissen gibt. Nicht selten staunen die Gäste, wenn schon am frühen Morgen ein Schuss fällt und der Jäger mit einem Rehkitz oder einem Schmalreh aus seinem Revier zurückkehrt. Dann beginnt sofort die Versorgung des Wildbrets, wo der Chef dann selbst mit Hand anlegt um eine hygienische Behandlung des Wildes bei der Vorbereitung sicherstellen zu können.
Die Sauer, zweitgrösster Fluss Luxemburgs, durchfliesst auf einer Länge von 10 km das Jagdrevier. Hier wird mit grosser Leidenschaft dem Fliegenfischen gefrönt. Ein Fischereilos von ca 1800 m ist ausschliesslich für die Gäste des Hauses reserviert. Bachforellen und Aeschen stehen hier auf dem Programm. Der Chef selbst macht sich eine Ehre daraus, Ihren Fang kulinarisch zu veredeln. Die Spezialität des Chefs ist der Klassiker "Truite au bleu" was soviel heisst wie Forelle blau, die nur mit einer frischgefangenen Forelle zubereitet werden kann. Serviert wird dieser Leckerbissen mit einem "Beurre blanc". Alle servierten Forellen kommen aus dem hauseigenen Forellenbecken das mit dem frischen, klaren Wasser aus der am Hotel vorbeifliessenden Sauer gespeist wird.
Aber auch für den Jäger hat die Sauer Ihre speziellen Reize. Die Stockenten, mit denen der bestbekannte " Magret de Canard braisé au Poivre vert " ( Entenbrust mit grünem Pfeffer ) zubereitet wird, leben und brüten hier. Jagdliche Höhepunkte haben sich an den Ufern dieses Flusses abgespielt. Die Anekdoten die der Chef beim Thema Entenjagd zu erzählen vermag, lassen manchen Hochwild- oder Auslandsjäger vor Neid erblassen.
Die Menüs werden ausschliesslich mit Wild aus dem eigenen Revier zusammengestellt, und so kann man auf so manche Ueberraschung gefasst sein. Waidmannsheil,
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